Erklärung
zu angeblichen Drohbriefen an junge Flensburgerin


Liebe Leserinnen und Leser
aus der Stadt Flensburg und dem
Kreis Schleswig-Flensburg,


im Dezember und Januar berichteten wir auf unserer Homepage und über einen Offenen Brief über Drohbriefe an unsere Mitstreiterin Cora-Charlotte. Die Angelegenheit machte ordentlich Wirbel und es wurden Ermittlungen gegen einen Hauptverdächtigen aus der Naziszene und interene Ermittlungen gegen die Schafflunder Polizeidienststelle eingeleitet. Die Fördebande hat sich ordentlich ins Zeug gelegt, um Cora zu unterstützen, und hat auch reichlich Solidarität erfahren.
Nach einer intensiven Beschäftigung mit Cora, müssen wir aber gegenüber uns und der Öffentlichkeit eingestehen, dass wir jetzt schwere Zweifel an der Wahrhaftigkeit der Vorfälle haben. In der letzten Woche kamen Dinge zu Tage, die bestätigen, dass Cora in wesentlichen Bereichen die Unwahrheit gesagt hat. So ist zum Beispiel der Vorwurf gegenüber der Schafflunder Polizei nicht haltbar, der wir unterstellt haben, eine Anzeigenaufnahme durch Cora verweigert zu haben. Des Weiteren sprach Cora von einem Überfall gegen ihre Person vor ihrer Wohhnung. Ein Vorfall, der definitiv nicht stattgefunden hat. Diese unwahren Aussagen erschüttern natürlich das Vertrauensverhältnis zwischen Cora und der Fördebande. Zum jetzigen Zeitpunkt stellen wir sogar in Frage, ob die Drohbriefe tatsächlich aus fremder Feder stammen. Uns fällt es schwer zwischen den wahren und den erdichteten Geschehnissen zu unterscheiden, insbesondere weil scheinbar für Cora selbst eine Differenzierung nicht möglich ist: Inzwischen wissen wir, dass Cora vermutlich krankhaft unter Realitätsverlust und Angstzuständen leidet. Diese traurige Erkenntnis holt uns jetzt ein. Wir bedauern, dass wir uns vor einen Karren haben spannen lassen, der Vorwürfe transportierte, die zu einem erheblichen Teil nicht haltbar sind.
Anfänglich gab es für uns keinen Grund zum Misstrauen gegenüber Coras Aussagen. Es gab keine Hinweise, die uns hätten veranlassen können Cora unser Vertrauen zu verweigern. Was tatsächlich bleibt ist lediglich eine verbale Auseiandersetzung in einem Linienbus zwischen Cora und einem jungen Neonazi aus Nordhackstedt und einige Naziaufkleber, die in der Nähe von Coras ehemaligen Wohnhauses geklebt wurden. Das ist nicht viel und dementsprechend kein Grund für weiteres Aufsehen.
Auf der einen Seite sind wir nun froh, dass sich die Vorwürfe dieses Mal von selbst erledigen. Auf der anderen Seite verspüren wir eine große Enttäuschung, da wir von einer scheinbar vertrauten Mitstreiterin über Wochen und sogar Monate schwer betrogen worden sind. Zudem ist es uns äußerst unangenehm, dass wir verschiedeneste Intitutionen, Organisationen und Gremien mit einer haltlosen Schreckensgeschichte behelligt haben. Wir bitten die von uns versehentlich irrgeleitete Öffentlichkeit um Entschuldigung und hoffen, dass die grundsätzliche Vertrauenswürdigkeit unseres Verbandes nicht in Frage gestellt wird.


Mit peinlich berührten Grüßen,

Der SprecherInnenrat der Fördebande
08. Februar 2010

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